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Alexandra Weidmann

Auszug aus der Besprechung der Ausstellung "Kampf - Sieg - Niederlage" durch Gerold Paul in den Potsdamer Neueste Nachrichten vom 1.2.2012:


"...Weil es der Bälle einfach zu wenige sind, rast der Sportler unter Einsatz seiner Gesundheit dem Rundleder nach, prallt dabei auf den Mitmenschen, kämpft ihm unter Einsatz letzter Kräfte den Ball ab, um nur Vorteil daraus zu ziehen. Als lebende Kampfmaschine rempelt, schubst, ja spuckt er sprichwörtlich gegen seinen Nächsten, mit infantilen Gesten freut er sich über ein geschossenes Tor. Fußball ist fast wie Krieg - und damit auch ein Abbild der Welt. Genauso sieht das die Künstlerin. Ihre großformatigen, in unvermischten Farben gemalten Bilder sind nichts für bildungsbürgerliche Proselyten. Hier gibt es nichts zum Genießen, hier soll geschaut, reflektiert, assoziiert - und auch gelacht werden. Oder wie sollte man den Titel "Das Spiel ist aus" sonst verstehen?


Zuerst einmal muß man die Techniken der gebürtigen Augsburgerin loben. Wie bereits in ihren Goslich-Bildern nimmt sie ihre Sujets aus dem natürlichen Umfeld heraus. Ohne Hintergrund werden sie gleichsam in die zweite Dimension zurückgebeamt, da, wo auch die Comics wohnen. Dann substituiert und montiert sie neu. Zum Beispiel ersetzt sie einen Spieler, der gerade den Ball lostreten will, durch einen Soldaten. So wird das Schwungbein zum Soldatenstiefel, und der tritt nach einem, der nun wieder als Fußballer auf dem Boden liegt. Aus Sport ist Politik geworden. Gewalt. Noch deutlicher wird das bei jenem Bild, wo ein GI seinen gefangenen Iraker an der Hundeleine führt – auf der Kampfarena Sportplatz! ... Solch spielerisch freier Umgang mit der Realität ist die beste und schönste Antwort auf die Gemeinheiten und Verbrechen der Welt. …


Herrlich! Ihre Bildsprache ist expressiv, die Sujets umwerfend überzeugend – der Leuchtkraft solch kluger Würfe entkommt sowieso kein Auge.“





























Ein Projekt des BERTUCH-Verlags Weimar

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